Neben islamistisch motivierten extremistischen Gruppierungen versuchen auch rechtsradikale Gruppierungen, Jugendliche für ihre Ideologien zu gewinnen. Schockierende Beispiele für Extremismus in Deutschland, die in den Medien in den letzten Jahren hohe Wellen geschlagen haben, gibt es viele:

Rechtsradikal motivierte Verbrechen, wie gezielte Mordserien an Menschen mit Migrationshintergrund, oder Brandanschläge auf Moscheen oder Asylbewerberheime.

Auch in der Mitte in einer Gesellschaft kann, unabhängig von bestimmten Altersgruppen, aufgrund von unerfüllten Bedürfnissen der Gesellschaft, politischer Unmut entstehen. 2014 wurde beispielsweise Pegida („Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“) aus einer geschlossenen Facebook-Gruppe unter dem Namen „Friedliche Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ gegründet. Die in den Medien kontrovers diskutierte Organisation hat die Verhinderung der „Islamisierung des Deutschen Staates“ zum Ziel. Neben Bürgern aus der Mitte Deutschlands gehen auch rechtsextreme Mitglieder für die Demonstrationen von Pegida auf die Straße.

Um Mitglieder außerhalb der rechtsextremen Szene anzuwerben, verwenden Pegida-Anhänger Parolen, welche Ängste bei den Mitmenschen schüren sollen, die jedoch unbegründet sind. Pegida spricht zu Unrecht von der „Islamisierung des Deutschen Staates“. In Deutschland leben rund 4,3 Mio. Muslime.